Sonderausstellungen

28.05.2012Aleksandra Domanovic
From yu to me 
 
Monumentalität und Nationale Identität auch über Landesgrenzen hinaus spielen eine bedeutende Rolle in der Arbeit Aleksandra Domanovic , die sich zum großen Teil im Internet ansiedelt und dies auch thematisiert. From yu to me, der Titel der Ausstellung Domanovic in der Kunsthalle Basel beschreibt die Auflösung des ehemaligen Jugoslawischen Staates. Die Abschaltung der internationalen, länderspezifischen Top-Level Domäne .yu (die internationale Internet-Länderkennung Jugoslawiens) 2010 kann als letzter Schritt der symbolischen Eliminierung des Jugoslawischen Staates gesehen werden. Die nationale Identität wird aus dem Internet verbannt und neue Identitäten entstehen. Die Teilstaaten werden souverän und bekommen ihre eigene Präsenz innerhalb der Online-Welt. Montenegro wird mit der .me-Domain registriert und so auch virtuell als Staat neu begründet. Domanovic nimmt wiederholt Bezug zu dieser politischen Dimension des Internets im Zusammenhang mit der Geschichte Jugoslawiens.

Darüber hinaus beschäftigt sie sich auch mit den weniger direkten Auswirkungen der Auflösung des Jugoslawischen Staates. Sie arbeitet mit Artefakten, die grenzübergreifend in allen Teilen der ehemaligen Republik gleichermaßen zu finden sind. Diese spielen eine wichtige Rolle in der kollektiven Erinnerung an den Staat und sind ein Phänomen innerhalb dieses politischen Gefüges. Domanovic Haltung bleibt jedoch stets eine unpolitische, subjektive, von Erinnerungen an ihre Kindheit geprägte. 1981 im ehemaligen Jugoslawien geboren, zog Aleksandra Domanovic nach ihrem Studium in Ljubljana und Wien nach Berlin, wo sie lebt und arbeitet. Ein Besuch ihrer Website aleksandradomanovic.com ist jedoch hinsichtlich der Distribution von Informationen, Referenzen und kritischen Auseinandersetzungen weitaus lohnenswerter und informativer als der ihres Berliner Ateliers. Domanovic bedient sich als Künstlerin nämlich vor allem der digitalen Medien, die sie für ihre Arbeit zitiert, verändert und archiviert. Der mit drei Kollegen betriebene, bilddominierte Blog vvork.com ist nur ein Beispiel dafür, wie sich Domanovic als Vermittlerin positioniert und dieses digitale Archiv von Kunstwerken als visuelles Material nutzt.

In der Ausstellung Domanovic sind neue Werke neben Weiterentwicklungen bisheriger Arbeiten zu sehen. Die paper-stacks sind gestapelte A4 oder A3 Papier-Stelen, die, nur am Rand bedruckt, je eine die Skulptur umlaufende Fotografie zeigen. Die Frage nach Monumentalität spielt für die paper-stacks ebenso eine Rolle wie die Frage der plastischen Sichtbarmachung von Inhalten aus dem Internet. Mit den stacks bearbeitet Domanovic unterschiedliche Sachverhalte, die sich kategorisieren lassen. Es ist wichtiger Bestandteil der Arbeit, dass eine spezifische Stele einer Gruppe nicht nur physisch in der Ausstellung präsentiert wird, sondern auch im Internet heruntergeladen und ausgedruckt werden kann. Bilder von Hooligans bei Fußball-Turnieren werden ebenso thematisiert wie der Verfall des ehemaligen Hotels Marina Lu?ica an der kroatischen Küste. Diese können als Symbole des Prozesses der Auflösung des Staatengebildes Ex-Jugoslawiens interpretiert werden. Ein stack, der ein Bild des Nationalparks Plitvicer Seen zeigt, ein UNESCO-Weltnaturerbe, verstärkt den Bezug zu der Region und fungiert ebenso als persönliche Referenz. Domanovic war selbst in diesem Park, ein Jahr vor dem bewaffneten Zwischenfall 1991 bei den Plitvicer Seen, der als Auslöser des Kroatien-Krieges galt. Dennoch galt dieses Naturerbe als einer der größten Touristenattraktionen des ehemaligen Jugoslawiens und ist als dieses in der kollektiven Erinnerung verankert.

Mit der Video-Arbeit 19:30 bezieht sich Domanovic auf eine Gemeinschaftserfahrung der Bevölkerung Ex-Jugoslawiens. Um 19.30 Uhr wurden im Jugoslawischen Fernsehen landesweit die Nachrichten gesendet und zu diesem Zeitpunkt versammelte man sich im ganzen Land vor dem Fernseher, einem Ort des öffentlichen Lebens. 19:30 ist eine Zusammenstellung der musikalischen Intros der Nachrichtensendung und deren Veränderung im Laufe der Jahre. Gleichzeitig kombiniert Domanovic die Jingles mit in Auftrag gegebenen Remixen und verweist damit auf das Aufkommen der Techno-Kultur. Bei dieser handelt es sich um eine Musikrichtung, die national nicht zu verorten ist, sondern über Landesgrenzen hinweg eine ganze Jugendkultur begründet hat. Auf diese Weise hebt Domanovic hervor wie sich Gemeinschaftserfahrungen konstituieren und verändern können, vor allem mittels des Internets. Die Arbeit umspannt die Erinnerung von Momenten vor dem Fernseher bis hin zu denen von Partyabenden. Das Format von 19:30 funktioniert auf Parties, als Teil von DJ- und Video-Sets ebenso, wie als 2-Kanal-Video in Ausstellungen.

Kollektive Erfahrung spielt auch bei der Video-Arbeit Turbo Sculpture eine bedeutende Rolle. Figurative Skulpturen, die sich überall im ehemaligen Jugoslawien finden lassen und die Domanovic als Turbo Sculptures bezeichnet, stehen dabei im Mittelpunkt. Im Gegensatz zu Kriegsdenkmälern nehmen diese öffentlichen Monumente keinen Bezug auf eine gemeinsame Geschichte eines spezifischen Ortes oder Ereignisses, sondern basieren auf einer gemeinsamen, modernen Kultur. Anstelle von Kriegshelden, die man als Persönlichkeiten in Monumenten hätte verewigen können, entschied man sich die Stars und fiktiven Helden westlicher Nationen in Bronzen und anderen Materialien zu verewigen. Bruce Lee, Johnny Depp, Rocky Balboa und andere Film-Charaktere oder Personen des öffentlichen Lebens wurden auf diese Weise zu monumentalen Symbolfiguren und Verkörperungen von Werten, mit denen man sich identifizieren sollte. Auch von Winnetou ist eine Skulptur in Planung, die im Plitvicer Seen Nationalpark aufgestellt werden soll, der in den 60er und 70er Jahren bekannter Produktionsort von Karl May Romanverfilmungen war oder als Set für Hollywood Produktionen diente. Populäre Orte und Ereignisse finden sich teilweise in verschiedenen Arbeiten wieder, wie eben der Nationalpark Plitvicer Seen, der als stack produziert wurde und in der Arbeit Turbo Sculpture vorkommt. Die sprachliche Anlehnung des Titels der Video-Arbeit an den Begriff Turbofolk, der Populärmusik in dieser Region, ist bei der Auseinandersetzung mit den Skulpturen Hinweis darauf, dass diese im Tumult politischer Auseinandersetzungen neutral blieben.

Turbofolk als regionale Populärmusik bestand letztendlich nicht nur aus Musik der eigenen Region, es vereinnahmte gleichzeitig auch Volksmusik aus Ländern des Mittleren Ostens und des Mittelmeerraums. In den frühen 1960er Jahren galten klassenlose und staatenlose Gesellschaften als Utopie der Bewegung der Blockfreien Staaten. So traten viele Länder des mittleren Ostens und Afrika, wie Marokko, Syrien oder Pakistan der Bewegung bei, um ihre Neutralität im damaligen Ost-West-Konflikt zu betonen.

Die Einladung der Marrakesch Biennale gab Anlass eine Arbeit zu schaffen, die die Geschichte Ex-Jugoslawiens in Beziehung zur Kultur und Tradition Marokkos setzt. In diesem Zusammenhang realisierte Domanovic eine Reihe von neuen Skulpturen mit einer spezifischen Oberfläche, einem für Marokko typischen Tadelakt-Kalkputz. Die Formensprache erinnert stark an die modernistische Formensprache der Monumente in Mittel- und Südeuropa, während die Oberfläche starke Bezüge zur marokkanischen Tradition aufweist. Dabei adaptiert sie die Form des Denkmals dreier in die Luft ragender Fäuste im Bubanj Memorial Park in Ni . von Ivan Sabolic? in Serbien, einmal als Wandrelief und als freistehendes Monument für die Marrakesch Biennale 2012. Ersteres präsentiert Domanovic in der Kunsthalle Basel mit rotem Tadelakt Putz überzogen neben einer neuen Arbeit, die Bogdan Bogdanovic Denkmal Partisanen-Nekropole in Prilep, Mazedonien aufgreift. Die Skulpturen erhalten durch die Verwendung dieser traditionellen Technik eine künstliche Patina und machen sie zu einem historisch anmutenden Monument. Die Skulpturen werden von einem überdimensionalen Portrait begleitet. Das Profil zeigt ein 3D-Rendering einer künstlich erzeugten, weiblichen Version des langjährigen Präsidenten Jugoslawiens Josip Broz Tito, der männlichen Verkörperung dieser Staatengemeinschaft. In jedem Klassenzimmer ihrer ehemaligen Schule hing in der damaligen Zeit ein Portrait des Präsidentenan der Stirnseite des Raumes. Die Ähnlichkeit einer ihrer ehemaligen Lehrerinnen mit der Darstellung Titos greift Domanovic auf, überträgt ein bestehendes Portrait in eine computergenerierte, weibliche Darstellung und zeigt sie als großformatiges Profil. Die bewusste Verwendung einer künstlich generierten Messing Oberfläche der Abbildung soll die starke Präsenz hervorheben, die Tito sowohl in Domanovic persönlicher Erinnerung einnimmt, wie auch die Gemeinschaftserfahrung der Bevölkerung auch noch nach Jahren der Auflösung Jugoslawiens prägt. So betont das Portrait noch einmal wichtige inhaltliche Bestandteile Domanovic Arbeiten.
MuseumKunsthalle Basel
Start01.04.2012
Ende28.05.2012
28.05.2012Latifa Echakhch & David Maljkovic
Morgenlied 
 
Die Kunsthalle Basel freut sich, die Ausstellung Morgenlied von Latifa Echakhch und David Maljkovic zu präsentieren. Die Ausstellung ist das Resultat eines gemeinsamen, obgleich unterschiedlich motivierten und artikulierten Interesses an modernistischer Formensprache und den Ideologien, die diese unterstützten.

Für ihre Ausstellung in der Kunsthalle Basel haben Latifa Echakhch und David Maljkovic den Titel eines Gedichts von Johann Wolfgang von Goethe aus dem Jahr 1773 gewählt. Der Architekt Jakob Stehlin verwendete die ersten Zeilen des Gedichts Künstlers Morgenlied als Motto für seinen Wettbewerbsentwurf zur Errichtung der Kunsthalle, den er im Jahr 1868 einreichte. Die Anfangszeilen des Gedichts lauten: Der Tempel ist euch aufgebaut/Ihr hohen Musen all und beschreiben, welche Rolle die Kunsthalle in Zukunft einnehmen sollte die eines Tempels für die Schönen Künste. Die Architektur des Oberlichtsaals mit seinen neoklassischen Details und dem monumentalen Oberlicht ist typisch für die Architektur des 19. Jahrhunderts und kann als Verkörperung der Ideale der Aufklärung gesehen werden. Die Architektur der Kunsthalle Basel in Betracht ziehend haben Latifa Echakhch und David Maljkovic Arbeiten geschaffen, die auf den historischen Ort eingehen und seinen Ausdruck radikal verändern.

Latifa Echakhch, die 1974 in El Khansa, Marokko, geboren wurde heute in Martigny in der Schweiz lebt, arbeitet vorwiegend mit ortsbezogenen Installationen, Video, skulpturalen Objekten und performativen Interventionen. Ihre Arbeiten untersuchen Phänomene kulturellen Transfers und den damit einhergehenden Verlust oder die Neuentstehung von Identität. Echakhch verwendet kulturell stereotypisierte Objekte, die in Zusammenhang mit bestimmten Kontexten ihrer Nutzung und Produktion stehen wie beispielsweise Fahnenstangen, marokkanische Teegläser, Teppiche und Materialien wie Couscous, Tusche und Lehmziegel und verändert die Konnotationen, mit denen diese behaftet sind. Im Spannungsfeld zwischen Fremdheit und Vertrautheit werden die Objekte und Materialien in Echakhch Installationen und Skulpturen in unerwartete, neue Kontexte gesetzt und nehmen neue Bedeutungen an.

In ihrer Installation in der Kunsthalle Basel rückt ein weitere, wiederkehrende Thematik in Echakhch künstlerischer Arbeit in den Vordergrund: die Behandlung von Fläche. Im Zentrum von Echakhch installativer Arbeit in der Kunsthalle Basel steht ein monumentales Gemälde, ausgeführt in schwarzer Tinte auf dem Oberlicht des Ausstellungsraums. Die schwarzen Tintentropfen auf dem Glas bewirken ein Spiel von Licht und Schatten, das den gesamten Raum füllt. Das Gemälde bedeckt eine Fläche von über 80 Quadratmetern, verteilt auf den 96 Feldern des Oberlichts. Eingerahmt durch das bestehende Rahmenwerk, zollt es der historischen Architektur Respekt und steht in Dialog mit seiner Umgebung. Auf der anderen Seite ist es als zeitgenössischer Eingriff klar erkennbar. Das Hauptmerkmal des historischen Raums, das Oberlicht, wird abermals in seiner erhabenen Grösse betont, aber gleichzeitig wird es vorgeführt und seiner eigentlichen Funktion entledigt, den Raum hell und gleichmässig zu beleuchten. Mit seiner imposanten Höhe und dem Boden aus Eichenparkett, war der Oberlichtsaal 1869 gebaut worden, um eine sogenannte Petersburger Hängung von Gemälden zu gewährleisten. Er kann so als einer der letzten Ausläufer der Ära der bürgerlichen Kunst des 19. Jahrhunderts gesehen werden, die mit Akademien und Salonausstellungen assoziiert wird. Seit der Ankunft des neutraleren White Cube als typischem Ausstel-lungsdesign des 20. Jahrhunderts, erscheint der tempelartig wirkende Raum heute glanzvoll veraltet.

Latifa Echakhch verwendet das Oberlicht in der Funktion einer Leinwand und ihr Malmittel ist Tusche, ein traditionelles Schreib- und Zeichenmaterial, das erstmals im antiken China Verwendung fand. Der Titel der Arbeit ist Enluminure (2012). Er bezieht sich gleichermassen auf Licht und den Begriff der Aufklärung, als auch auf die Tradition der Buchmalerei, auch Illuminationen genannt. In völligem Kontrast zur Buchmalerei ist Latifa Echakhch Malerei nur in Schwarz ausgeführt. Anstelle von figurativer Malerei oder abstrakten Ornamenten, hat die Künstlerin Tusche auf das Glas gespritzt und getropft, eine Methode, die an die abstrakt-expressionistischen Gemälde Jackson Pollocks denken lässt.

Eine weitere Arbeit von Latifa Echakhch, die in der Ausstellung zu sehen ist, ist chapeau d encre (2012) und besteht aus sechs Hüten, die umgedreht und auf dem Boden verteilt sind, als ob sie jemandem vom Kopf geweht worden seien. Die Hüte sind mit einer schwarzen Masse gefüllt, die wie schwarze, flüssige Tusche aussieht. Tusche wird vor allem mit Schreiben in Verbindung gebracht, seien es persönliche Briefe oder romantische Poesie. Die Tinte-im-Hut legt eine Interpretation als Metapher für den menschlichen Geist nahe auch dunkle Gedanken kommen in den Sinn oder auch die Worte aus Paul Celans Gedicht Todesfuge (1948): Schwarze Milch der Frühe wir trinken sie abends/wir trinken sie mittags und morgens wir trinken sie nachts . Die Flüssigkeit ist in Wahrheit nur eine dünne Schicht getrockneter Tinte auf einer soliden Basis aus erhärtetem Kunstharz. Die Arbeit, undurchdringbar und von bescheidener Grösse, steht im Zusammenspiel mit den schwarzen Tropfen, die das Oberlicht darüber verdunkeln.

Die Installation an der Wand trägt den Titel Morgenlied (2012) der auch Titel der Ausstellung ist. Verwendet wurde ein modernes, vorgefertigtes Hängesystem für Gemälde, das den Bezug zur ursprünglichen Funktion der historischen Säle verstärkt, in denen noch die Metallstreben des Hängesystems aus dem 19. Jahrhundert an jeder der Wände sichtbar sind. Statt Bilder zu hängen, verwendet Echakhch die Drähte und Haken jedoch um eine flächige Komposition auf der Wand zu erstellen, die vielleicht Noten eines Liedes sein könnten. Durch die doppelte Absenz von Gemälden und hörbarer Musik verlässt sich Echakhch bei der Wirkung ihrer Arbeit auf die vielsagende Form des Notationssystems allein.

David Maljkovic wurde 1973 in Rijeka, Kroatien, geboren und lebt heute in Zagreb. Für seine Installation in der Kunsthalle Basel verwendet er ein reduziertes Vokabular moderner Ausstellungsstrukturen. Entlang der Seiten einer langen Wand auf der Längsachse des Raums mit horizontal eingezogenen Seitenwänden sind vier verschiedene Arbeiten installiert. Die Arbeit A Long Day for the Form (2012) besteht aus einem grossen Reflektorpanel, das von einem einzelnen Scheinwerfer beleuchtet wird. Das reflektierte Licht fällt gezielt in eine Ecke, aus der das Geräusch zirpender Grillen ertönt. Das monotone Geräusch der Grillen aktiviert und verlebendigt den Raum, weckt jedoch gleichzeitig Erinnerungen an lange, heisse, ermüdende Sommertage. Die Arbeit, die einige Meter weiter auf der gleichen Seite der Wand installiert ist, ist Teil der Installation Temporary Projections (2011), in der ein 16mm-Projektor ein leeres Rechteck aus Licht an die Wand wirft, das an bereits historisch anmutende Bilder des Independent oder Avantgarde Kinos erinnert. Ebenfalls als Temporary Projections (2011) betitelt ist der grosse schwarze Leuchtschirm wichtiges Instrument in einem Fotostudio der auf die Wand gerichtet ist. Dahinter versteckt befinden sich wie in einer Kleinausgabe von Platons Höhle zwei kleine Gemälde, eines in dunklem Blau, das andere monochrom grau, in die je zwei Zeichnungen von Pflanzen in die Oberfläche der Farbe geritzt sind. Eine der Pflanzen scheint auf etwas installiert zu sein, das wie das Stativ eines Scheinwerfers aussieht, das inmitten eines runden Lichtkegels steht, dem sich die Blätter der Pflanze entgegen richten, als ob sie nach unten statt nach oben wüchsen. Der letzte, vierte Teil der Installation ist Untitled (2012), eine grosse Pflanze, offensichtlich ein häusliches Requisit tropischer Moderne , eingezwängt in ein überdachtes Eck.

Die Installation verhandelt und verwandelt Formen der internationalen Moderne. In früheren Arbeiten behandelte er oft die verschwindenden und dem Vergessen anheimfallenden modernistischen Gebäude im ehemaligen Jugoslawien, wo bedeutende Bauten aus der kommunistischen Ära dem Verfall preisgegeben sind, trotz ihrer progressiven und visionären Architektur, die einst Verkörperung einer sozialen Utopie war.

Indem sie Leere ausstellt, die nur spärlich belebt wird durch einfache Requisiten und reduzierte Formen, ist Maljkovic Installation in der Kunsthalle Basel offen für widersprüchliche Zeitlichkeiten: Auf der einen Seite könnte die Ausstellungsarchitektur der eigentlichen Kunstwerke entleert worden sein; auf der anderen Seite stellen der Projektor und die leeren Wände auch die Möglichkeit zu einer künftigen Ausstellung dar. Die Installation kann also sowohl für das Fehlen von Vergangenheit gelesen werden, als auch für Geschichten, die noch Form annehmen werden und Geschichten, die es nie gegeben haben wird das Gefühl der Sehnsucht richtet sich in Malkjovic Arbeit in beide Richtungen der Zeitachse. Das widersprüchliche Verständnis von Zeit ist eines der zentralen Anliegen von Malkovic Arbeit als Künstler. Ob der Fokus auf die gegenwärtige Lage der verlassenen Monumente in Ex-Jugoslawien gerichtet ist, oder ob er durch eine Art Meta-Installation die heutigen Ausstellungsbedingungen analysiert, Maljkovic hält die Trägheit fest, die an Orten erfahrbar wird, in denen Erinnerungen und Ideologien verstummt sind. Indem er diese Momente gefrorener Untätigkeit, die einst eine lebendige Geschichte ausmachten, lokalisiert, stellt er sie neu in Bezug zur Gegenwart als zielgerichtetem Ablauf von Ereignissen. Es bleibt den Besuchern überlassen, die Versprechen der heroischen Geschichte wahr werden zu lassen.
MuseumKunsthalle Basel
Start01.04.2012
Ende28.05.2012
03.06.2012Kabinettstücke 34: Spielzeug aus Afrika
 
 
Ein kleiner Blick über Europa hinaus
MuseumSpielzeugmuseum, Dorf- und Rebbaumuseum Riehen
Start02.05.2012
Ende03.06.2012
03.06.2012Ronan & Erwan Bouroullec Album
 
 
Die Brüder Ronan und Erwan Bouroullec zählen zu den einflussreichsten Designern der Gegenwart. Ihre Entwürfe sind vielfach inspiriert von Formen und Strukturen der Natur. Die Ausstellung präsentiert Entwurfzeichnungen der Bouroullecs und lenkt den Blick auf das Medium Zeichnung, das auch im Zeitalter des Computers nicht an Bedeutung verloren hat. Sie bietet faszinierende Einblicke in den Entstehungsprozess einzelner Objekte sowie in die Inspirationswelt der Designer.
MuseumVitra Design Museum, Weil am Rhein
Start03.02.2012
Ende03.06.2012
10.06.2012Immer Theater mit der Jugend
 
 
Fotografiert von Martin Schulte-Kellinghaus, gespielt vom Jungen Theater Nellie Nashorn

Martin Schulte-Kellinghaus fotografiert seit sechs Jahren die Aufführungen des Jungen Theaters Nellie Nashorn. Junge engagierte Schauspieler und Schauspielerinnen spielen eindrucksvolle Stücke unter der Regie von Birgit Vaith.

Jugendromane, Kinderbücher und Märchen dienen als Vorlage für diese Inszenierungen. Dabei entstehen Geschichten, die sowohl Kinder, Jugendliche als auch Erwachsene begeistern.

Die Fotos bringen die besondere Theateratmosphäre der Inszenierungen und Spielszenen zur Geltung. Die schauspielerischen Leistungen der jungen Menschen sind gekonnt eingefangen. Mit einfachsten Mitteln wird ein Bühnenbild erstellt, das die Aussage der Inszenierung unterstreicht. Kostüme und Lichttechnik zaubern eine faszinierende Theaterwelt, die Martin Schulte-Kellinghaus mit seiner Kamera einfängt.
Die Ausstellung im Hebelsaal ist eine Hommage an das Junge Theater Nellie Nashorn, die Fotos würdigen das Engagement der vielen jugendlichen Schauspieler und Schauspielerinnen.

Während der Dauer der Ausstellung gibt es Theateraufführungen im Hebelsaal des Museum am Burghof, die eine lebendige Begegnung mit den Fotos schaffen.
MuseumMuseum am Burghof, Lörrach
Start15.03.2012
Ende10.06.2012
17.06.2012Martial Leiter
Totentanz und Weltenlauf / Satirische Zeichnungen 
 
Martial Leiter (*1952, Fleurier JU) ist einer der profiliertesten und virtuosesten politischen Zeichner der Schweiz. Seine Hauptthemen sind Modernisierung, Armut, Umweltzerstörung und Bedrohung durch Konflikte. Viele Zeitungslesende kennen seine akribisch schraffierten, souveränen Beobachtungen aus der «Weltwoche», dem «Tages-Anzeiger» und der «Wochenzeitung (WoZ)».

Für die Ausstellung im Cartoonmuseum Basel erarbeitet der auch als freier Künstler tätige Westschweizer Zeichner eine zeitgenössische Version des Basler Totentanzes in japanischer Tuschetechnik. Diese grossformatige Installation wirft einen Blick auf das aktuelle Schaffen des vielfach ausgezeichneten Künstlers, dessen Werk in Basel erstmals mit einer umfassenden Präsentation gewürdigt wird.
MuseumCartoonmuseum Basel
Start10.03.2012
Ende17.06.2012
24.06.2012Sweets in jars, seeds in bags, jars in stores, bags in stores
 
 
Thomas Baldischwyler, Stefan Burger, Olivier Castel, Francis Frederick, Laure Prouvost, Kirsty Roberts, Kilian Rüthemann, Manuel Scheiwiller, S/Z

For the 2012 exhibition season at Ausstellungsraum Klingental, the curators - John Beeson, Manuel Scheiwiller, and Zayne Armstrong - propose an exhibition comprising recent works by international artists. The subject of the exhibition hinges on contemporary approaches to the perception of viewers, specifically as it relates to the pressing themes of the context of an artwork's display, self-aware artistic expression, and the appropriation or manipulation of realities.

Beeson, Scheiwiller, and Armstrong have been developing a long-term, multiform collaboration over the course of the past six months, and this exhibition would be the first manifestation of those efforts. The collaboration, given the working title TeMPo, focuses on the interest that each individual has in the expansion and engagement of their communities, the diversification of each s practice (to include curating, publication, and online presentations of work, images, and information) as well as the establishment of a relevant and productive dialogue between the three up-and-coming creatives. As such, the constellation of proposed artists represents lines of activity in three distinct areas of the contemporary art world (Berlin-Beeson, Basel-Scheiwiller, and London-Armstrong), with its three curators as points of connection. In fact, the word curator is not fully accurate for describing the individual practices of the exhibition organizers, since they are elsewhere active predominantly in the areas of criticism (Beeson) and artistic production (Scheiwiller and Armstrong); however, this very diversification and stretching of activity is dually foundational for the thematic of SWEETS IN JARS, SEEDS IN BAGS, JARS IN STORES, BAGS IN STORES.
MuseumAusstellungsraum Klingental
Start20.05.2012
Ende24.06.2012
15.07.2012Schwebend Von der Leichtigkeit des Steins
 
 
Auf Einladung des Museums der Kulturen wird der Künstler Justin Fiske (Südafrika) das neue Dachgeschoss spielerisch und poetisch in einen Raum der Reflexion verwandeln. Mit tausenden im Rhein gesammelten Kieselsteinen kreiert er komplexe in ihrer Mechanik einfache Installationen, die von den Besuchenden in Bewegung gesetzt werden können. In der Ausstellung treten diese filigranen Kieselstein-formationen mit der Architektur von Herzog & de Meuron und mit ausgewählten Objekten aus der Sammlung des Museums der Kulturen in einen sinnlichen Dialog über das menschliche Werden, Sein und Vergehen.
MuseumMuseum der Kulturen Basel
Start26.04.2012
Ende15.07.2012
15.07.2012Kaltenbach Aus Lörrach in die Welt
 
 
Die Ausstellung zeigt die 125-jährige Geschichte des 1887 als mechanische Werkstatt in Lörrach gegründeten Unternehmens, das heute weltweit als einer der führenden Hersteller von Maschinen für die Bearbeitung von Stahl gilt. Der Familienbetrieb, mittlerweile in der vierten Generation, spiegelt exemplarisch neben der Technik- und Wirtschaftsgeschichte auch politische und sozialen Veränderungen wider und wirkt daneben über seine integrativen Stiftungen als regionales Netzwerk für die Bedürfnisse der Menschen.
MuseumMuseum am Burghof, Lörrach
Start28.03.2012
Ende15.07.2012
29.07.2012Der Bau der Gemeinschaft
Das Erste Goetheanum in Foto und Dokumenten 
 
In der Sivesternacht des Jahres 1922 brannte das Erste Goetheanum in Dornach nieder, eines der ungewöhnlichsten Bauwerke seiner Zeit; nur Fotos zeugen heute noch von dem Eindruck des erst kurz zuvor fertig gestellten Gebäudes. Die Fotografien wurden von der als Malerin ausgebildeten Gertrud von Heydebrand-Osthoff angefertigt und gelangten 2002/2004 in den Besitz des Staatsarchivs Basel-Stadt.

Die Ausstellung des S AM widmet sich der Fotoserie und ihrer Bedeutung für die Rezeption und Popularisierung des ersten Kultbaus in Dornach. Stärker als das spätere Zweite Goetheanum wurde das Erste Goetheanum als kollektiver Bau, als Bau von und für eine Gemeinschaft errichtet. Dies ist ein zweites Thema der Ausstellung, bei welcher das S AM mit dem Staatsarchiv Basel-Stadt kooperiert.
MuseumS AM Schweizerisches Architekturmuseum
Start29.04.2012
Ende29.07.2012
31.07.2012Kickstart. Coffein im Blut
 
 
Coffein gehört zu unserem Alltag. Wir finden es in Getränken und Speisen, verwenden es in Kosmetikprodukten und Arzneimitteln. Coffein ist allgegenwärtig und polarisiert. Für manche bedeutet es puren Genuss, für andere ist es ein Suchtmittel. Die Ausstellung taucht ein in das Spannungsfeld um die wachmachende Substanz. Wie gelingt es dem Wirkstoff sich so mühelos zwischen Sucht-, Genuss- und Heilmittel zu bewegen? Die Ausstellung zeigt, wie die ersten Coffein-Produkte - Kaffee und Tee - in der westlichen Welt populär wurden, gibt einen Einblick in die komplexe Geschichte der Coffeinforschung und rückt die aktuellen Erfolgsphänomene vom Energy Drink bis zur Cellulitecreme ins Blickfeld.
MuseumPharmazie-Historisches Museum der Universität Basel
Start13.03.2012
Ende31.07.2012
12.08.2012Renoir. Zwischen Bohème und Bourgeoisie: Die frühen Jahre
 
 
Auguste Renoir (1841-1919) zählt zu den französischen Malern, die in den frühen 1870er Jahren den Impressionismus begründet haben. Mit heller Palette, einer lockeren Pinselführung, mit Motiven aus dem modernen Stadtleben und des Freizeitvergnügens in der Natur schrieben er und seine Mitstreiter Kunstgeschichte. Die Ausstellung richtet den Fokus erstmals auf das überraschend vielschichtige Frühwerk Renoirs bis hin zu den ersten bedeutenden impressionistischen Gemälden.
MuseumKunstmuseum Basel
Start01.04.2012
Ende12.08.2012
02.09.2012Knochenarbeit
Wenn Skelette erzählen 
 
Das Naturhistorische Museum Basel besitzt eine aussergewöhnliche Sammlung menschlicher Skelette. Die Ausstellung zeigt, wie die moderne Wissenschaft mit diesen Skeletten arbeitet und wie es ihr gelingt, Einzelschicksale zu verblüffenden Geschichten zu verdichten.
MuseumNaturhistorisches Museum Basel
Start21.10.2011
Ende02.09.2012
02.09.2012Jeff Koons
 
 
Jeff Koons (*1955) ist einer der bekanntesten und populärsten Künstler der Gegenwart, der seit den 1980er-Jahren mit seiner an die Populärkultur angelehnten Kunst immer wieder für Furore gesorgt hat. Die Fondation Beyeler präsentiert die erste Koons-Ausstellung in der Schweiz. Im Zentrum der Ausstellung stehen drei umfangreiche Werkgruppen, die zu unterschiedlichen Zeiten entstanden sind und für das gesamte Schaffen von Koons prägend sind.
MuseumFondation Beyeler, Riehen/Basel
Start13.05.2012
Ende02.09.2012
16.09.2012Hilary Lloyd
 
 
Das Museum für Gegenwartskunst freut sich die erste Überblicksausstellung der britischen Künstlerin Hilary Lloyd (*1964, lebt und arbeitet in London) in der Schweiz präsentieren zu können. Bereits 2001 verbrachte sie ein Jahr in Basel als Gast der Stiftung Laurenz Haus, so dass die ihr vertraute Stadt und Umgebung ein Aspekt ihrer neu entstehenden Videoarbeiten werden.

Hauptsächlich mit der Videokamera nimmt sie Bilder der modernen Stadt und ihrem innewohnenden Potential als Ort des Voyeurismus und Fetischismus auf. In teilweise langzeitlichen Studien entstehen eindrückliche und sexuell ambivalente Filme von Menschen in ihren spezifischen Ritualen des alltäglichen Lebens: Handwerker, Kellner, Skater und Clubbesucher werden zu Subjekten ihrer Untersuchung.

Hilary Lloyd wurde dieses Jahr für den renommierten Turner Prize nominiert.
MuseumKunstmuseum Basel, Museum für Gegenwartskunst
Start12.05.2012
Ende16.09.2012
16.09.2012Gerrit Rietveld Die Revolution des Raums
 
 
Der Niederländer Gerrit Rietveld war einer der wichtigsten Designer und Architekten der klassischen Moderne. Er schuf Ikonen wie den Rotblauen Stuhl und das Schröder-Haus, die die strengen Kompositionen von De-Stijl-Künstlern wie Piet Mondrian auf Objekte und Räume übertrugen. Die Ausstellung gibt eine Übersicht über Leben und Werk von Gerrit Rietveld. Besonderes Augenmerk legt sie auf Rietvelds persönliches und professionelles Umfeld, auf die Fragen: Wer hat ihn inspiriert? Und auf wen nahm er Einfluss?
MuseumVitra Design Museum, Weil am Rhein
Start17.05.2012
Ende16.09.2012
07.10.2012Taufe und vieles mehr
Eine faszinierende Welt voll einzigartiger Objekte aus drei Jahrhunderten - Taufgeschenke, -kleider, -bräuche und Taufbriefe 
 
In der Sonderausstellung «Taufe und vieles mehr» stellt das Spielzeug Welten Museum Basel über 450 einzigartige Objekte zu typischen Taufbräuchen der letzten drei Jahrhunderte aus. Sie geben faszinierende Einblicke in die Herkunft der unterschiedlichen Taufsitten und Traditionen.

Unter den Hunderten von Exponaten finden sich zahlreiche sehr begehrte Sammlerobjekte. Glanzstücke sind etwa die aufwändigen silbernen Rasseln mit Korallen in allen Facetten. Ein schöner Teil der Sonderausstellung widmet sich den Taufgeschenken. Der Brauch der Patengaben wurde erstmals im 13. Jahrhundert in Deutschland nachgewiesen. In der Ausstellung lässt sich diese Tradition über die Jahrhunderte nachvollziehen. Zu den zum Teil auch heute noch beliebten Geschenken der Taufpaten gehören Göttibatzen sowie Becher, Besteck und Taufteller, die den Täufling sein ganzes Leben lang begleiten.

Die Fülle an Beispielen begeistert. Ganz besonders die aufwändigen Taufkleider und die edlen Taufkissen aus Seide mit Brüsseler Spitze wie auch Taufbriefe; der älteste in der Ausstellung stammt aus dem Jahr 1819. Vielfältige Original-Fotografien lassen erahnen, wie ein Baby damals für die Taufe ausstaffiert wurde. Freuen Sie sich auf eine wunderbare Zeitreise.

Mit der Sonderausstellung verbunden ist auch ein Wettbewerb: 25 Reborn-Babys aus der Ausstellung dürfen getauft werden. Wer am Wettbewerb via Internet oder direkt im Museum teilnimmt, kann eines von drei wertvollen Reborn-Babys gewinnen.
MuseumSpielzeug Welten Museum Basel
Start21.04.2012
Ende07.10.2012
04.11.2012EigenSinn inspirierende Aspekte der Ethnologie
 
 
Die Ausstellung EigenSinn inspirierende Aspekte der Ethnologie ist zugleich Programm. Sie setzt sich mit wesentlichen Aspekten der modernen
Ethnologie auseinander: Zugehörigkeit, Handlungsfähigkeit, Raum, Wissen und Inszenierung.

Jedes ethnologische Objekt hat einen eigenen Sinn. Es genügt sich selbst und lässt sich auch durch seine Inszenierung nicht vollständig vereinnahmen. Diesen Eigensinn zu erschliessen und zu geniessen ist Inspiration pur. Die Ausstellungen als Ausdruck musealen Eigensinns wollen unsere Sinne anregen - zum Geniessen, Erleben, Staunen, Nachdenken und bestenfalls zum Erkennen. Eine Entdeckungsreise mit spannenden Facetten.
MuseumMuseum der Kulturen Basel
Start07.09.2011
Ende04.11.2012
31.12.20123, 2, 1 ... Start! Einmal Weltall und zurück
Eine erlebnisreiche Ausstellung für Kinder und Familien 
 
Wie schnell fliegen Raketen ins All? Wer war der erste Mensch im Weltraum? Was essen Astronautinnen zu Mittag? Wo schlafen Astronauten? Und was ist der Unterschied zwischen einem Stern und einem Planeten?

In der neuen Kinderausstellung des Museum.BL reisen die kleinen und grossen Besucherinnen und Besucher in den Weltraum. Sie erleben den Alltag an Bord der Internationalen Raumstation ISS und begegnen in den Weiten des Alls roten Riesen, schwarzen Löchern und fremden Galaxien.

3-2-1 ... Start! Einmal Weltall und zurück - eine Ausstellung für Kinder und Junggebliebene.
MuseumMuseum.BL, Liestal
Start16.04.2011
Ende31.12.2012
31.12.2012Am Übergang - Bar und Bat Mizwa
Wie werden jüdische Kinder und Jugendliche erwachsen? 
 
Zum Leben gehören Übergänge. Religionen und Gesellschaften markieren diese durch Übergangsrituale wie Firmung und Konfirmation sowie spezielle Feiern und Gottesdienste zum Abschluss der obligatorischen Schulzeit. Das Judentum begeht den Übergang von der Kindheit zur Erwachsenenwelt mit einem grossen Fest: Bar Mizwa und Bat Mizwa.

Der Begriff heisst übersetzt «Sohn des Gebots» und «Tochter des Gebots». Es bedeutet, dass nach jüdischem Religionsgesetz Knaben mit 13, Mädchen bereits mit 12 Jahren mündig werden. Sie gelten als erwachsen und sind nun verpflichtet, die vielen Gebote und Verbote, die das Judentum prägen, zu befolgen. Die Jugendlichen sind: Bar Mizwa und Bat Mizwa.

Die Sonderausstellung im Jüdischen Museum der Schweiz stellt dieses Ereignis in den Mittelpunkt. Gezeigt wird nicht nur ein historischer Überblick, sondern auch der Wandel der Rolle von Mann und Frau. Im Zentrum steht das heutige Brauchtum der Juden in der Schweiz. Und natürlich dürfen die Jugendlichen selber nicht fehlen! In der Ausstellung kommen mittels multimedialer Technik die «HauptdarstellerInnen» zu Wort: sie erzählen von ihren Gedanken, Wünschen und Zukunftsplänen vor und nach ihrer Bar Mizwa oder Bat Mizwa, dem Fest, das gleichzeitig Höhepunkt und Abschluss einer jüdischen Kindheit ist.
MuseumJüdisches Museum der Schweiz
Start04.09.2011
Ende31.12.2012
31.12.2012Die neu präsentierten Thermen von Kaiseraugst
In der Unterwelt eines Badepalastes 
 
Die Badekultur der Römer ist legendär! In pompösen Thermenanlagen sich bei wechselnden Temperaturen verwöhnen lassen, schwimmen, schwitzen, sich abkühlen, diskutieren, spielen, Sport treiben, sich einölen und massieren lassen, essen und trinken, sich ausruhen, lesen stundenlang: Wellness par excellence.

Die unterirdische Anlage der Rheinthermen in Kaiseraugst entführt in die geheimnisvolle Unterwelt eines römischen Badepalastes in Augusta Raurica. Die Besucherinnen und Besucher bewegen sich dort, wo zur Römerzeit heisse Luft die Pfeiler umfloss, die die Böden der geheizten Badesäle und -becken trugen, entdecken verborgene Räume, gehen in Heizkammern, durchschreiten Feuerkanäle und hören dabei, wie sich die Badegäste in den «Kathedralen der Lust» vergnügten: ein spannender Einblick in eine verborgene Welt vor 1700 Jahren.
MuseumAugusta Raurica, Augst
Start14.04.2011
Ende31.12.2012
31.12.2012Augusta Raurica: Modellstadt Stadtmodell
 
 
Stadtplanung auf dem Reissbrett ist keine moderne Erfindung. Schon in römischer Zeit wurden ganze Städte am Schreibtisch geplant. Augusta Raurica ist ein typisches Beispiel dafür. Funde rund um ein dreidimensionales Modell illustrieren die Stadtgeschichte von der Gründung im Jahre 44 v. Chr. bis zu ihrem Niedergang um 600 n. Chr.
MuseumAugusta Raurica, Augst
Start25.03.2010
Ende31.12.2012
20.01.2013Schimmernde Alltagskleider Indigo, Glanz und Falten
 
 
Mit der Ausstellung "Schimmernde Alltagskleider" richtet das Museum der Kulturen die Aufmerksamkeit auf einen interessanten Aspekt innerhalb der kunsthandwerklich einmaligen Kleidermode der Miao-Gruppen. Damit knüpft das Museum an eine Tradition an, nämlich einen Teil ihrer Textilsammlung, die von Weltruf ist, auszustellen. Die metallisch schimmernden Röcke der Mi-ao-Frauen sind Handwerkskunst in Vollendung.
MuseumMuseum der Kulturen Basel
Start26.04.2012
Ende20.01.2013
20.01.2013Unerwünschte Gäste: Die Strassentaube - ein Blick hinter die Kulissen
 
 
Kaum ein anderes Stadttier lebt so eng mit dem Menschen zusammen wie die Strassentaube und ist so erfolgreich wie sie. Doch die Welt der Taube hat viele Schattenseiten.
MuseumAnatomisches Museum der Universität Basel
Start02.02.2012
Ende20.01.2013
31.03.2013Wie von Geisterhand
Zur Geschichte der Firma Welte anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums der Welte-Philharmonie-Orgel 
 
Im November 1911 stellte die Firma M. Welte & Söhne an der Weltausstellung von Turin die neu entwickelte Welte-Philharmonie-Orgel erstmals einer breiteren Öffentlichkeit vor. Das Museum für Musikautomaten nimmt den 100. Jahrestag dieses Ereignisses zum Anlass, eine Sonderausstellung zu diesem Thema und zur Geschichte der Firma Welte zu präsentieren. Das Museum verfügt nicht nur über eine entsprechende Orgel - die sogenannte Britannic-Orgel, die für den Ozeandampfer Britannic - Schwesterschiff der Titanic - gedacht war, sondern besitzt daneben einige weitere Instrumente derselben um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert hochgeschätzten Firma. Zudem gehören auch eine umfassende Sammlung von Musikrollen sowohl für Orgel als auch für Klavier (rund 1500 Musikrollen für Welte-Philharmonie-Orgel, rund 1600 Rollen für Welte-Mignon-Klavier) und der wohl einzige noch existierende Aufnahmeapparat der Firma Welte zu den Highlights dieser Ausstellung.
MuseumMuseum für Musikautomaten, Seewen
Start22.10.2011
Ende31.03.2013
30.06.2013Bschiss!
Wie wir einander auf den Leim gehen 
 
Das Museum.BL widmet dem Lügen und Betrügen eine interaktive Ausstellung. Denn die Lüge bewegt die Welt, auch wenn die Moral nichts als Ehrlichkeit fordert. Angeblich biegt sich jeder von uns die Wahrheit bis zu 200mal täglich zurecht. Der Spielraum reicht von der kleinen Schummelei bis zur richtig fetten, gemeinen Lüge. Das Lügen liegt uns im Blut. Auch manche Tiere und Pflanzen tricksen mit Erfolg. Aber warum lügt der Mensch? Welche Gefühle jagen den Lügner und wie fühlt sich die Betrogene? Und liegt die Wahrheit wirklich immer ganz glasklar auf der Hand?
MuseumMuseum.BL, Liestal
Start20.04.2012
Ende30.06.2013
31.12.2013Neugestaltet: Tierpark Augusta Raurica
 
 
Vor den Toren Augusta Rauricas empfing die römischen Reisenden ein imposantes Grabmal einer selbstbewussten Persönlichkeit und kündete von deren einflussreichen Familie. Heute entführt das Monument vor dem Osttor - eingebettet in einen idyllischen Tierpark mit alten Rassen - die Besucherinnen und Besucher in diese Zeit zurück. Wollschweine, Schafe, Ziegen, Zwergesel, Pfaue, Graugänse, lebendige Tiere wie zur Römerzeit und deren Geschichte sowie alte Ruinen und ein Panorama der antiken Skyline erwecken das Leben vor 1800 Jahren am Eingangstor zur römischen Metropole und laden ein zu einem genussvollen und lehrreichen Spaziergang im neu hergerichteten Parkgelände vor den Toren der antiken Stadt.
MuseumAugusta Raurica, Augst
Start29.03.2012
Ende31.12.2013
30.11.2014Die frühe Kirche in Kaiseraugst in neuem Licht
 
 
Alle sind sich einig: Die Mauerreste im kleinen Schutzbau unterhalb der bestehenden Kirche St. Gallus in Kaiseraugst gehören zu einer der frühesten christlichen Anlagen der Nordwestschweiz.

Der in den 1960er-Jahren ausgegrabene Komplex wurde zunächst für die Amtskirche des (in Schriftquellen für die Jahre um 340 n. Chr. bezeugten) Bischofs Justinian gehalten, doch konnte diese Interpretation durch das neuste Forschungsprojekt von Guido Faccani widerlegt werden: Die Kirche scheint erst im späteren 4. Jahrhundert erbaut worden zu sein und das vermeintliche Taufbecken hatte keine liturgische Funktion, gehörte also nicht zu einem Baptisterium, sondern war eher Teil der Badeanlage der bischöflichen Residenz. Die neuen Erkenntnisse mindern die Bedeutung der Fundstätte jedoch in keiner Weise.

Im Vordergrund der Ausstellung Frühe Christen im Schutzhaus stehen einige christliche Grabsteine aus dem Kastellfriedhof sowie mit christlichen Symbolen geschmückte Gegenstände des 4. bis 7. Jahrhunderts. Die Mauerreste im Schutzhaus bilden dabei faktisch und im übertragenen Sinne den Rahmen der Präsentation: am einen Ende die Kastellmauer, Symbol römischer Macht, am anderen Ende die Mauer der ersten Kirche, Zeichen des Aufstiegs des Christentums.

Besuchen Sie die frühe Kirche in Kaiseraugst und lassen Sie sich in die Zeit nach den Römern versetzen. In jene Jahrhunderte, in welchen die römischen, germanischen und christlichen Wurzeln zu unserer europäischen Gesellschaft zusammenwuchsen.
MuseumAugusta Raurica, Augst
Start15.04.2009
Ende30.11.2014
Wetter

Aktuelles Wetter

Di Dienstag 22. Mai 2012 22.5 bedeckt 14°

Prognose für die nächsten Tage

Mi Mittwoch 23. Mai 2012 23.5 bewölkt, einige Regenschauer 12° | 21°
Do Donnerstag 24. Mai 2012 24.5 ziemlich sonnig 13° | 26°
Fr Freitag 25. Mai 2012 25.5 ziemlich sonnig 12° | 24°
Sa Samstag 26. Mai 2012 26.5 ziemlich sonnig 10° | 22°
So Sonntag 27. Mai 2012 27.5 Aufhellungen, einzelne Regenschauer 11° | 21°

Quelle: MeteoSchweiz