Renoir. Zwischen Bohème und Bourgeoisie
Vom 1. April bis 12. August 2012 stellt das Kunstmuseum Basel Gemälde aus den frühen Jahren von Auguste Renoir aus. Renoir zählt zur Gruppe französischer Maler, die den Impressionismus begründet haben. Mit heller Palette, einer lockeren Pinselführung, Motiven aus dem modernen Stadtleben und des Freizeitvergnügens in der Natur schrieben er und seine Mitstreiter Kunstgeschichte. In der Folge wurden von Renoirs Œuvre häufig nur die impressionistische Phase oder sein Spätwerk wahrgenommen. Das Kunstmuseum Basel lenkt nun in einer grossen Überblicksaustellung zum ersten Mal überhaupt den Fokus auf das künstlerisch herausragende und in seiner Vielschichtigkeit überraschende Frühwerk des Künstlers bis hin zu den bedeutenden impressionistischen Gemälden der 1870er Jahre.
Renoirs wichtigstes Modell der ersten Jahre war seine Geliebte Lise Tréhot. Sie stand für eine Reihe wichtiger Werke Modell. Diese Werkgruppe bildet einen Höhepunkt der Ausstellung und zeigt die Spannweite von Renoirs erstem Schaffensjahrzehnt. Eine eigene Gruppe bilden die Portraits von seinen engsten Künstlerfreunden wie Frédéric Bazille, Claude Monet und Alfred Sisley.
50 Gemälde – Porträts, Landschaften und Stillleben – darunter Hauptwerke aus grossen Museumssammlungen wie dem Musée d’Orsay, Paris, der National Gallery, London, dem Metropolitan Museum, New York, und dem Art Institute of Chicago, sowie kaum bekannte Werke aus Privatbesitz vermitteln einen prächtigen und umfangreichen Einblick in die künstlerisch entscheidenden Jahre Renoirs.
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