Symbol der Partnerschaft:
Der Basler Basiliskenbrunnen in Shanghai
Ein echtes Stück Basel steht auch in Shanghai: Die Rheinmetropole hat der Hafen- und bedeutendsten Industriestadt Chinas einen originalen Basler Basiliskenbrunnen geschenkt. Zum Zeichen der Freundschaft zwischen zwei Wirtschafts-, Forschungs- und Kulturzentren, die gemeinsame Interessen teilen.
Regierungsvizepräsident Dr. Carlo Conti weihte im April 2009 das Basler Wahrzeichen in der chinesischen Partnerstadt ein – im Beisein von örtlichen Repräsentanten, lokalen Medien, Vertreterinnen und Vertretern der Schweizer Behörden, von Verbänden und Unternehmen, Auslandbaslerinnen und -baslern sowie vielen Schaulustigen. Seither ist Basel auch physisch in der Partnerstadt präsent. Das Basler Geschenk – klein, aber fein – tat seine Wirkung und hat die Stadtverwaltung veranlasst, es in einer eigenen Broschüre zu würdigen.
Bewundern kann Jung und Alt den eleganten grünen Brunnen aus dem vorletzten Jahrhundert im neu gestalteten Butterfly-Bay-Park im Stadtteil Jing'An. Besucher können ihre Fotos gerne an Aussenbeziehungen und Standortmarketing senden oder direkt auf der offiziellen Facebook-Seite der Städtepartnerschaft posten
Download: Wegbeschreibung zum Basiliskenbrunnen in Shanghai
Partnerschaft für Nachhaltigkeit
Der Frischespender mit seinem trinkbaren, da gefilterten, Wasser verweist auf den Auftritt Basels an der World Expo Shanghai, die von Mai bis Oktober 2010 stattgefunden hat. Basel hat diese Plattform gemeinsam mit Genf und Zürich für einen Auftritt unter dem Titel «Better Water – Best Urban Life» genutzt. In ihrem Pavillon haben die drei grössten Schweizer Städte den Zusammenhang von nachhaltigem Management öffentlicher Gewässer und urbaner Lebensqualität als Standortfaktor veranschaulicht.
Ein Basler Wahrzeichen: Der Basiliskenbrunnen
Der Basiliskenbrunnen verdankt seine Entstehung einem Wettbewerb im Jahr 1884. Entworfen vom Architekten und Zeichner Wilhelm Bubeck (1850–1890) wurde er in 50 Exemplaren gegossen. Das Wasser strömt aus dem Maul des Basilisken in das runde Becken. Es erfrischt Frau, Herr und Hund zugleich: Am Fuss des Beckens ist ein Trinknapf für Vierbeiner angebracht. In Basel gibt es heute noch 28 Basiliskenbrunnen, die auf öffentlichem Grund stehen, und einige weitere auf Privatarealen.
Ein seltsames Paar: Basilea und der Basilisk
Der Name der Stadt Basel soll sich vom griechischen «Basileus» (König, Herrscher) herleiten – also etwa «die Königliche» bedeuten. Seine sprachliche Verwandtschaft mit dem Namen des Drachens ist offensichtlich. Das eigentlich furchterregende Fabelwesen war im Mittelalter sehr populär und erschien immer öfter als Wappenhalter in Basel. Wohl der erste, allerdings steinerne «Basiliskenbrunnen» steht in der Augustinergasse, wo ein kunstvoller Basilisk aus dem Jahr 1530 das Baslerwappen hält.
Der Basilisk – sagenumwoben und staatstragend
Der «König der Schlangen» wird im Mittelalter oft als Mischwesen mit dem Oberkörper eines Hahns, der eine Krone auf dem Kopf trägt, und dem Unterleib einer Schlange dargestellt. Er taucht in mehreren Regionen Europas auf. Als Wappenhalter der Stadt Basel erscheinen Basilisken erstmals 1448 in einer Handschrift. Wie der Basilisk zu dieser ehrenvollen Funktion fand, darum ranken sich mehrere Legenden. So soll während des Konzils zu Basel (1431–1449) ein reisender Kaufmann einen ausgestopften Basilisken vorgeführt haben. Eine andere Sage berichtet, dass ein Basilisk seit uralten Zeiten in einer Höhle gewohnt habe, über der später der Gerberbrunnen errichtet wurde. Die Inschrift des Brunnens am Gerberberglein erinnert daran.

